Männer und Frauen – Schuldzuweisung oder doch lieber Versöhnung?

Frauen und Männer können sich versöhnen und dadurch heilen

Ein Gastbeitrag von Dirk Liesenfeld über die Heilung zwischen Männer und Frauen durch Vergebung, Mitgefühl und Wachstum. Dirk Liesenfeld leitet seit Mitte der 90er Jahre Tantra und Selbsterkenntnis Seminare . Unter https://www.liesenfeld.de befinden sich viele Texte, Videos und Bilder zum Thema Spirituatlität, Wachstum und Heilung.

Es ist Deine Wahl: Lieben oder hassen, beschuldigen oder einfühlen

Irgendwie fällt dieser Beitrag mit der Türe ins Haus. Sollte ich nicht langsam zum Thema hinführen? Die LeserInnen erst einmal abholen, wo sie sind? Begriffe definieren und dann…

Nein – ich mache es diesmal einfach anders. Ich schreibe das, was in diesem Artikel über die Heilung zwischen Mann und Frau am wichtigsten ist, direkt an den Anfang.

Denn eigentlich könnte es so einfach sein zwischen Männern und Frauen. Statt dem ewigen Krieg und denn fortwährenden Schuldzuweisungen einfach mal einfühlen, verstehen, wo nötig vergeben und überhaupt: einfach nur eine gute Zeit miteinander haben. Bämm! Weltfrieden!

Ist aber nicht so.

Jedenfalls noch nicht.

Hoffnung und Zuversicht als Schlüssel zur Heilung

Damit sich der schon so lange währende Konflikt zwischen den beiden Geschlechtern befrieden kann, braucht es eine fast schon ans utopisch grenzende Zuversicht, dass ein Gesundungsprozess möglich ist. Ja, noch mehr: dass er bereits statt findet.

Sowohl auf der globalen Ebene, als auch individuell zwischen Mann und Frau. Daher an dieser Stelle mein ganz persönliches Glaubensbekenntnis:

Ich glaube an das Göttliche in jedem Menschen,
der Schöpfung von Heilung und Wachstum.
Und an die Menschen,
die miteinander sich die Welt teilen,
um miteinander zu wachsen.
Durch Konflikt und Lösung,
durch Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit,
durch Verwicklung und Entwicklung.
Ich glaube an das Potential von Liebe,
an die Macht der Vergebung,
und an die Möglichkeit der Befriedung.
A-how, so sei es.

Das, was Verbindung schafft ist das, was heilt zwischen Mann und Frau

Durch Meditation ist Heilung möglichWie ist es nun möglich, dass die offensichtliche Unterschiedlichkeit zwischen den beiden Geschlechtern nicht mehr als Problem gesehen wird und entzweit? Sondern als verbindende Möglichkeit für Bereicherung und Wachstum?

Nun, es hat sehr viel mit der inneren Haltung zu tun.

Wenn ich mich innerlich auf eine Haltung von Wachstum mit und am Kontakt zum Beispiel mit einer Frau oder einem Mann einlassen kann und will, dann ist es so. Wenn ich jedoch meine Ansichten nicht ändern und meine Sichtweisen in Beton gegossen behalten möchte, dann ist natürlich alles, was anders ist automatisch „falsch“. Nicht absolut falsch, aber in meiner inneren Werteskala.

Das Weibliche und das Männliche im tantrischen Sinne von Yin und Yang können als Gegenspieler verstanden werden – dann sind wir im Konflikt, voll mit all den Auswirkungen: Schuldzuweisungen, Kampf, Frustration und Unglück.

Es kann aber auch im Sinne von Ergänzung und Komplettierung verstanden werden – dann sind wir in der Kooperation, voll mit all den Auswirkungen: Wachstum, Verständnis, Mitgefühl, Liebe, Frieden und Erfüllung.

Und so sind wir nun wieder beim Satz vom Anfang:
Es ist Deine Wahl: Lieben oder hassen, beschuldigen oder einfühlen

Und das ist wirklich wörtlich zu nehmen.
Wir Menschen sind so gut darin, die Schuld für alles im Außen zu suchen. Und wenn wir sie dort suchen, werden wir sie auch finden. Schuldzuweisungen sind der Feind des spirituellen Wachstums. Doch was ist der Freund der spirituellen Entfaltung?

Ursache und Wirkung – kannst Du so neutral auf´s Leben schauen?

Wenn es gelingt uns selbst und die anderen Menschen als unschuldig zu betrachten, gelingt ein großer Schritt in Richtung Heilung. Am besten kannst Du das tatsächlich bei einem Menschen des anderen Geschlechtes üben. Und am allerbesten bei einem Menschen des anderen Geschlechtes, der Dir Nahe steht.

Je mehr ich mich zum Beispiel mit Frauen beschäftige, umso mehr verstehe ich, dass ich Frauen einfach nicht verstehe. Ich kann sie nicht verstehen und ich bin inzwischen auch froh, dass dem so ist. Denn Frauen bringen für mich das Neue und Unberechenbare ins Leben. Sie schaffen es immer wieder meine festgefahrenen Bilder ins wanken zu bringen und zu zertrümmern. Ich lasse das manchmal zu, manchmal nicht. Doch so oder so – es hält mein Leben lebendig.

Und: es schult mein Mitgefühl und meine Liebesfähigkeit. Es öffnet mich für die Unberechenbarkeit des Lebens an sich und es schenkt mir ein jedes Mal einen ganz besonderen Moment:

Teil der Heilung zu sein, zwischen Mann und Frau.

Alles Liebe,
Dirk Liesenfeld.

 

Kategorie Gastbeitrag, Gefühle, Healing, Heilung, Liebe, Sex, Spiritualität

Seit 1994 ist Dirk Liesenfeld als Tantra-Massage-Ausbilder tätig, 1996 gründete er ein Tantramassage-Institutes in Köln. 2000 die erste Tantraschule und Herausgaber des Tantrareportes. 2005 gründete er das Tantrazentrum in Berlin und den Tantraverband. 2007 Autor der bekannten DVD-Reihe, sowie drei weitere Lehr-DVD’s seit Mitte 2011. Dirk Liesenfeld ist Autor und Produzent der bekannten Lehr- und Ausbildungs-DVD´s mit den Themenbereichen Tantra, Tao, Ayurveda und Selbsterkenntnis. Er leitet Seminare und Retreats zu den Themen Tantra und Selbsterkenntnis in Bad Belzig bei Berlin.

1 Kommentare

  1. Einfach toll, ich geniesse es auch immer wieder, wenn ich zum Zug komme und Zeit habe für eine richtig gute Tantramassage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.